[GUIDE]Erleuchterung Ofenhorn

07/09/2015

Vom Swiss historic Hotel Ofenhorn zum Ofenhorn 3232 M.ü.M 

 

Last but not least 30. August 2015

Unterwegs mit unserer Tochter Michèle-Martine starten wir um 20.00 Uhr zuhinterst im Binntal / Wyssi (1955 M.ü.M). Zügig geht es dem Wanderweg entlang Richtung Mittlebärg. Nach ¾ Stunden verlassen wir den Weg und steigen weiter auf dem Schmugglergrat in Richtung Tälligletscher. Bald holt uns die Dunkelheit ein und ein kalter Wind wird unser Begleiter. Stirnlampen und Steinmänner (-frauen) führen uns nun durchs Gletschervorfeld. 

Angekommen beim Gletscher ziehen wir unsere Steigeisen an und seilen uns an. Weiter geht’s in Richtung Hosandjoch. Auf der italienischen Seite zeigt sich bereits der Mond und so lässt sich der Weg über den firnbedeckten Hosandgletscher besser ausmachen. Der Schlussaufstieg mit der Überwindung des Bergschrundes verlangt uns nochmals volle Konzentration. Auf Frontzacken erreichen wir die vom Permafrost erfasste Felspartie. 

Der Gipfelteil zeigt sich von einer angenehmen Seite. Nach drei Stunden erreichen wir um 23.00Uhr den Gipfel des Ofenhornes / Punta d’Arbola. Jetzt beginnen die Vorbereitungen für die Entzündung der Pürofackel. Kabel und Batterie werden verbunden. Vom Hotel aus werden wir angewiesen, das rote Licht sichtbar zu positionieren. Nach ein paar eindrücklichen Gipfelmomenten steigen wir im Mondlicht ab. Während dem Abstieg fragen wir uns, wer wohl diesen feierlichen Anblick im dies- und jenseits der Landesgrenze miterlebt hat. 

Für den Abstieg brauchen wir eine 1/2 Stunde länger, da wir vorsichtig sein müssen. 

Nach der Fahrt über die Binneralp erreichen wir glücklich und zufrieden um 03.33 Uhr Binn. Wir sagen einander gute Nacht. 

Ein paar Gedanken zum Projekt 13 Etoiles. 

Im Namen des WBV/ AVGM danke ich den Verantwortlichen (Pièrre Mathey SBV Präsident, Jacque Morard Projektleiter) sowie der Jury und dem Fahnengetti (Jean-Michel Cina Staatsraat) für dieses gelungene Projekt. Dadurch, so glaube ich, kann die Vielfalt unseres einmaligen Berufes in dieser grandiosen Bergwelt im Buch zur 200 Jahr Feier des Wallis nacherlebt werden.

Der Walliser Bergführerpräsident Hanspeter Berchtold 

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